Blogbeiträge,  Ideen,  Materialien,  Spiele & Übungen

Material zum Thema Glück

Warum sollte das Thema “Glück” mit Jugendlichen behandelt werden?

Das Wort Glück verbinden wir in unserem Alltag oft mit Zufall. Etwas, das aus Versehen passiert, und das wir selbst nicht beeinflussen können. Es gibt im Extrem die Unterscheidung zwischen einem Glückspilz und einer Pechmarie. Dem Glückspilz fällt vermeintlich alles in den Schoß. Er lebt unbeschwert und es scheint ihm immer gut zu gehen. Die Pechmarie hingegen kommt – aus ihrer Sicht – immer in die schwierigeren Situationen und hat die schwereren Bedingungen.

Während der Glückspilz generell davon ausgeht, dass ihm Positives widerfährt und er auch bei Schwierigkeiten optimistisch in die Zukunft blickt, hat die Pechmarie das Gefühl, von negativen Ereignissen verfolgt zu werden. Ihr gelingt es nicht, voller Zuversicht durch ihren Alltag zu gehen. Sie hat das Gefühl, dass es für sie im Leben besonders schwer ist.

Auch wenn die Bedingungen für beide gleich sind, kann der Glückspilz mit viel mehr positiver Energie leben. Die Pechmarie versperrt sich ihrem eigenen Glück, weil sie in den meisten Dingen und in Personen eher das Negative sieht. In unserem Alltag begegnen wir auch immer wieder Glückspilzen und Pechmarien. Die Frage, die hier auch jeder für sich beantworten kann: Mit wem verbringen wir lieber unsere Zeit? Wer schenkt uns mehr Energie und Lebensfreude?

Wir sind selbst dafür verantwortlich glücklich zu sein!

Wichtig ist dabei für jeden Einzelnen zu erkennen, dass wir selbst dafür verantwortlich sind, wie es uns geht. Es gibt immer mal wieder Umstände und Ereignisse im Leben, die uns herunterziehen oder denen wir uns machtlos ausgeliefert fühlen. In diesen Momenten fehlt uns oft die Kraft für ein Lächeln oder für einen optimistischen Blick in die Zukunft. Das ist auch erstmal nicht schlimm. Wenn wir unsere Trauer oder unsere Angst jedoch überwunden haben, ist es wichtig, sich wieder in einen glücklichen Zustand zu bringen und zu erkennen, dass wir uns selbst mit Glück versorgen können.

Dazu hilft es, im Alltag und in unserem Umfeld genau zu gucken, womit wir uns gerne umgeben. Was benötigen wir in unserem Leben? Was schenkt uns Freude? Oft sind es auch die kleinen Aufmerksamkeiten und liebevollen Worte, die uns fröhlich machen.

Wie kann ich das Thema “Glück” umsetzen?

Für einen bewussten Umgang mit dem Thema Glück ist es wichtig, dass jeder für sich herausfindet, was ihn glücklich macht. In welchen Situationen er Freude empfindet. Welche Menschen ihm besonders guttun und welche Aktivitäten ihn zum Lachen bringen.

Wenn wir in diesen Bereichen Klarheit bekommen, ist es möglich, uns auch wieder bewusst “glücklicher” zu machen. Als Idee dazu habe ich fünf Anregungen zum Herunterladen vorbereitet, mit denen Jugendliche (Ihr dürft es natürlich auch gerne ausprobieren. 🙂 ) einmal über ihr eigenes Glück nachdenken können.

1. Ein Glücksspaziergang, bei dem zu zweit abwechselnd Fragen beantwortet werden, um mit dem Thema Glück einzusteigen.

2. Eine Glücksliste, um einmal in verschiedenen Bereichen zu gucken, was genau uns glücklich macht.

3. Eine Gute-Laune-Liste, die uns daran erinnern soll, was wir alles unternehmen können, um zufriedener zu sein und uns selbst “aus einem Loch” zu helfen.

4. Ein Glücksprotokoll für einen Tag, um einmal den Tag zu reflektieren. Wenn wir dies schriftlich festhalten, können wir besser erkennen, was das Schöne an diesem Tag war und woran wir noch weiterarbeiten können.

5. Anhand der Auflistung unserer schönsten Erlebnisse können wir mit Hilfe einer Reflexion noch einmal einen Moment ganz intensiv erleben. Dies funktioniert auch sehr schön, wenn wir es als Gruppenarbeit zu dritt durchführen (Rollen: Fragensteller, Glücksmoment-Erzähler und Schreiber + Wiederholer).

Viel Spaß beim Ausprobieren! Ich würde mich sehr über ein Feedback freuen!

3 Comments

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.