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Mein Schuljahr 2019/2020

Das Schuljahr 2019/2020 wird für alle – SchülerInnen und LehrerInnen – für lange Zeit in prägender Erinnerung bleiben. Nach einem planmäßigen Schulstart änderte sich im März 2020 durch die Corona-Pandemie auch in den Schulen alles. Schulschließungen über so einen langen Zeitraum hat es in dieser Form noch nie gegeben. Das Homeschooling war für alle eine riesengroße Herausforderung und auch die Rückkehr in den Schulalltag verlief alles andere als normal.

Welche Veränderungen kamen auf die Jugendlichen in diesem Schuljahr zu?

Von den Jugendlichen wurde in diesem Schuljahr sehr viel verlangt. Wir erwarten von Jugendlichen häufig, dass sie sich bereits an alle Regeln problemlos halten können und das dies keine große Herausforderung für sie darstellt. Gerade im Vergleich zu Kindern wurde von ihnen der gleiche Standard wie von Erwachsenen verlangt:

  • schnelles, zuverlässiges und fokussiertes Lernen an digitalen Endgeräten
  • selbstständiges und selbst gesteuertes Lernen von Zuhause
  • Verzicht auf die gemeinsame Zeit mit den MitschülerInnen und LehrerInnen
  • Wegfall sonstiger sozialer Kontakte (Sportverein, Treffen mit Freunden, Veranstaltungen)
  • viel Zeit zu Hause in einer Phase, in der sich viele Jugendliche von den Eltern abgrenzen und mit Gleichaltrigen ihr Freizeit gestalten wollen

Wie kann ich mit Jugendlichen diese Zeit reflektieren?

Die Veränderungen und Herausforderungen für die Jugendlichen sollten im Unterricht thematisiert werden. Natürlich kann ich von Jugendlichen selbstständiges Arbeiten erwarten, aber war dies auch in allen Familien unter unterstützenden Bedingungen möglich? Wie wurde der Alltag in der Familie organisiert? Wie ist es für die Jugendlichen zurück in die Schule zu kommen und den Mindestabstand zu ihren Freunden zu wahren? Diese und viele weitere Fragen beschäftigen die Jugendlichen.

Ich habe eine Reflexion für das ganze Schuljahr 2019/2020 zusammengestellt. Die Jugendlichen können diese Fragen alleine für sich beantworten. Hinterher können die Antworten gemeinsam besprochen werden, sodass die Jugendlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu ihren MitschülerInnen feststellen können.

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